EURORANDO 2026

15 | Auf den Spuren der Exulanten nach Johanngeorgenstadt

Eine Grenzwanderung mit Geschichte.

Ikonen - EURORANDO 2026
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Diese geschichtsträchtige Wanderung beginnt auf dem Marktplatz der tschechischen Bergstadt Platten (Horní Blatná), direkt an der imposanten St.-Laurentius-Kirche. Von hier führt der Weg zunächst entlang der Straße in Richtung Breitenbach, bevor er links in den Wald eintaucht. Bei trockener Witterung lohnt sich ein Abstecher zur alten Kobaltmühle am Breitenbach, einem stillen Ort mit Spuren des einst blühenden Bergbaus.

Durch den immergrünen Erzgebirgswald, vorbei an einzelnen Lichtungen, führt die Strecke weiter Richtung Grenze nach Oberjugel. Hier erreichten im Winter 1653 die protestantischen Exulanten aus Platten ihr rettendes Ziel. Sie wollten ihrem Glauben treu bleiben und wurden deshalb vom Habsburger Kaiser aus ihrer Heimat vertrieben. Auf ihr Bitten gewährte der sächsische Kurfürst Johann Georg I. ihnen Land, wodurch aus Dankbarkeit die Stadt Johanngeorgenstadt entstand.

Durch das beschauliche Oberjugel verläuft die Route weiter über die „Alte Bobbahn“ in den malerischen Lehmer Grund. Der Weg passiert die ehemalige Pochwäsche – einst Teil der Bergbau-Infrastruktur – und folgt anschließend dem Schwefelbach talabwärts. In Unterjugel führt der Pfad vorbei am Schaubergwerk Glöckl, das eindrucksvoll die Geschichte des Silber- und Uranerzbergbaus dokumentiert.

Zahlreiche besondere Marktstände und Restaurants laden an der Grenze nach Tschechien zum bummeln und zur Einkehr ein und bieten damit einen würdigen Abschluss dieser historisch geprägten Route.

Attraktionen

  • St.-Laurentius-Kirche
  • Die alte Kobaltmühle in Breitenbach
  • Die alte Bobbahn
  • Lehmer Grund
  • Ehemalige Zeche
  • Schaubergwerk Glöckl